Personelle Unterstützung

Die Bundeswehr hilft im Klinikum Landshut

16.04.2021 | Stand 16.04.2021, 14:49 Uhr

OB Alexander Putz, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, Rudolf Schnur, Dr. Philipp Ostwald und Pflegedirektor Jürgen Bacher begrüßten die 20 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Foto: Stadt Landshut

Die Bundeswehr leistet seit Donnerstag personelle Unterstützung im Klinikum Landshut auf Normal- und Intensivstationen. Die Stadt Landshut hatte die Bundeswehr um Hilfe ersucht, OB Putz dankt für den schnellen Beistand.

Von lw/vb

Landshut. Die Zahl der Covid-19-Patienten steigt seit Wochen stark an – auch im Klinikum Landshut. Personalressourcen werden knapp. Die Stadt Landshut hat deswegen die Bundeswehr um Unterstützung gebeten.

Dem Antrag, den Oberbürgermeister Alexander Putz vergangenes Wochenende stellte, wurde stattgegeben. Seit Donnerstag sind 20 Soldatinnen und Soldaten aus der Gäubodenkaserne in Feldkirchen am Klinikum im Einsatz: Sie alle sind qualifiziert, etwa examinierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte. Einige verfügen auch über Erfahrung in der Intensivmedizin, teilt die Stadt in einer Medieninformation mit. Im Klinikum können die Bundeswehrangehörigen daher im Team mit krankenhauseigenem Personal in der Patientenbetreuung eingesetzt werden. Die Behandlungskapazitäten erhöhe sich durch den Einsatz erheblich: etwa 20 Betten auf Normalstationen und drei bis fünf Intensivbetten.

OB Putz, der auch Vorsitzender des Klinikum-Aufsichtsrats ist, sein Stellvertreter Stadtrat Rudolf Schnur – auf dessen Anregung hin das neuerliche Hilfegesuch an die Bundeswehr gestellt wurde – und Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger begrüßten die Soldatinnen und Soldaten am Mittwoch zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald und Pflegedirektor Jürgen Bacher. „Wir sind sehr froh, dass Sie von der Bundeswehr in dieser schwierigen Situation so schnell und unbürokratisch nach Landshut entsandt wurden, um die Arbeit am Klinikum mit Ihrem Fachwissen zu unterstützen“, so Putz. „Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, um Schwerkranken aus unserer Region auch weiterhin in ihrer Heimat die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung gewährleisten zu können.“

Es ist nicht der erste große Unterstützungseinsatz, den die Bundeswehr im Rahmen der Corona-Pandemie in der Region Landshut absolviert. Auch während der ersten Infektionswellen im Frühjahr 2020 und in den Wintermonaten 2020/21 hatten Soldatinnen und Soldaten in der Stadt unverzichtbare Dienste geleistet. OB Putz erinnert an das Engagement der Bundeswehr, zum Beispiel in mehreren Seniorenheimen, die von schweren Ausbrüchen betroffen waren: „Von hohem Wert waren aber auch mehrere Unterstützungsmissionen im Klinikum und in den Lakumed-Krankenhäusern des Landkreises“, sagt Putz.

Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr – sei es mit dem Landeskommando Bayern, den Verbindungsoffizieren um Oberstleutnant Claus Schorn oder den Einsatzkräften direkt vor Ort – sei stets unkompliziert, vertrauensvoll und angenehm, so Putz. „Wir wissen dieses gute Miteinander sehr zu schätzen.“ Dass der jüngste Antrag auf Unterstützung so rasch von Erfolg gekrönt war, sei indes nicht zuletzt auch ein Verdienst des Versorgungsarztes für Stadt und Landkreis Landshut, Dr. Uwe Schubart, der auch als Ärztlicher Leiter der beiden regionalen Impfzentren fungiert. „Er ist als Oberfeldarzt der Reserve ja ebenfalls eng mit der Bundeswehr verbunden. Seine guten persönlichen Kontakte sind für uns sicher hilfreich.“