Fünfthöchster Wert in Deutschland

Über 345: Inzidenz im Landkreis Dingolfing-Landau steigt und steigt

13.04.2021 | Stand 13.04.2021, 16:18 Uhr

−Symbolfoto: Kay Nietfeld

Trotz Ausgangsbeschränkung, Lockdown und geschlossenem Einzelhandel steigt die Inzidenzzahl im Landkreis Dingolfing-Landau immer weiter.




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Am Dienstag übersprang die Zahl eine weitere Marke mit 345,5 (laut Robert-Koch-Institut, Stand 0 Uhr). Damit ist Dingolfing-Landau an der fünften Stelle in der bundesweiten Liste. In Südostbayern hat der Landkreis mit Abstand den höchsten Wert, vor dem Nachbarlandkreis Deggendorf (Inzidenz 252,8) und dem Landkreis Mühldorf am Inn (277).







Landrat Werner Bumeder hat zwei Gründe für den Anstieg ausgemacht: „Die Menschen im privaten Bereich halten sich nicht an die Regeln.“ Als zweite Ursache nennt er das hohe Vorkommen der britischen Mutation im Landkreis mit etwa 80 Prozent, diese verbreite sich schneller als andere Coronavarianten.



Bumeder erklärte, dass er bei noch höheren Werten gezwungen sei, weitere Beschränkungen zu erlassen. Am Montag informierte der Landrat, dass es keine medizinischen Kapazitäten mehr gebe. Laut DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) gab es am Dienstag in Dingolfing drei freie Intensivbetten und in Deggendorf fünf freie Intensivbetten, was einer Quote von 13 Prozent entspricht. Im Landkreis Landshut waren am Dienstag laut DIVI hingegen alle Intensivbetten belegt.

− bn/cav