Gesundheit

Was hilft bei Haarausfall und wie kann man dem vorbeugen?

06.05.2021
https://pixabay.com/de/photos/sch%C3%B6ne-frau-haar-blond-langes-haar-2405131/ −Foto: @ Pixabay / Engin_Akyurt

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Kraftvolles Haar wird als besonders attraktiv wahrgenommen und ist daher das Markenzeichen vieler Männer und Frauen. Allerdings sind beide Geschlechter immer häufiger von Haarausfall betroffen, dem verschiedene Ursachen zugrunde liegen können. Wir gehen heute auf die verschiedenen Formen von Haarausfall ein und verraten, welche Behandlungsmethoden die Betroffenen in Anspruch nehmen können.

Unterschiedliche Formen von Haarausfall bei Männern und Frauen

Zunächst sei erwähnt, dass der tägliche Verlust von etwa hundert Haaren keinesfalls ungewöhnlich ist. Schließlich durchlaufen die Haare verschiedene Wachstumszyklen, wobei sich stets etwa zwanzig Prozent aller Haare in einer Ruhephase befinden. Sollte der Anteil nicht aktiv wachsender Haare jedoch den Schwellenwert von zwanzig Prozent überschreiten, handelt es sich um einen krankhaften Haarausfall.

Grundsätzlich existieren verschiedene Formen von Haarausfall. Besonders häufig vertreten ist der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie), der überwiegend bei Männern beobachtet wird. Der genetisch bedingte Haarausfall wird durch eine erhöhte Sensibilität gegenüber dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT) ausgelöst und macht sich zunächst durch die typischen Geheimratsecken bemerkbar. Im späteren Verlauf zeigt sich der Haarausfall im Tonsurbereich jedoch deutlich ausgeprägter. Frauen mit einem androgenetischen Haarausfall klagen in erster Linie über dünneres Haar im Bereich des Scheitels. Besonders häufig tritt der androgenetische Haarausfall bei Frauen während der Wechseljahre sowie in der Pubertät auf. Der vermehrte Haarausfall ist mitunter auch der eingeschränkten Funktion körpereigener Enzyme geschuldet, die ursprünglich dem Schutz der Haarwurzel dienen.

Im Falle eines diffusen Haarausfalls verliert wiederum das gesamte Haar an Dichte und dünnt Stück für Stück aus. Als wichtigste Einflussfaktoren für diese Art des Haarausfalls werden vor allem anhaltender Stress, Veränderungen des Hormonhaushaltes, Stoffwechsel-Probleme sowie Mangelerscheinungen genannt. Liegt ein kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) vor, so sind, wie der Name es bereits vermuten lässt, kreisrunde Areale von dem Haarausfall betroffen. Diese kahlen Stellen können sich zunehmend vergrößern, sodass ein kompletter Haarverlust die Folge sein kann. Kreisrunder Haarausfall wird bei beiden Geschlechtern beobachtet und kann sogar im Kindesalter auftreten. Wenn auch die exakte Ursache für kreisrunden Haarausfall bisher nicht ausfindig gemacht werden konnte, so geht diese Erkrankung häufig mit Störungen des Immunsystems einher. So können beispielsweise Störungen der Schilddrüse mitunter Entzündungen der Haarwurzel hervorrufen.
 
Häufige Ursachen von Haarausfall

Die Ursachen von Haarausfall können immer wieder variieren, sodass sich Betroffene in erster Linie der Ursachenforschung widmen sollten. Häufig liegt dem Haarverlust eine Autoimmunerkrankung zugrunde, die auch die Funktion der Haarfolikel beeinträchtigt. Auch schwerwiegende Infektionen sowie Erkrankungen, die mit hohem Fieber einhergehen, können das Haarwachstum hemmen. Die Einnahme chemischer Arzneimittel, wie beispielsweise Antibiotika, Psychopharmaka, Blutverdünner, Mittel gegen Schuppenflechte, Lipidsenker sowie Hormonblocker, führt ebenfalls häufig zu einem Ausdünnen der Haare. Medikamente, die im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt werden, beeinflussen zudem die Zellteilung und führen daher häufig zu einem vollständigen Haarverlust.

Weiterhin können ein Nährstoffmangel sowie ein unausgeglichener Hormonhaushalt einen Haarverlust begünstigen. Bei Frauen kann der Haarausfall zudem durch die Wechseljahre, den monatlichen Zyklus sowie eine Schwangerschaft angestoßen werden. Natürlich spielen auch psychische Faktoren, wie beispielsweise Stress und Depressionen, sowie eine falsche Pflegeroutine eine bedeutende Rolle für einen krankhaften Haarverlust.
 

Kann man vorbeugende Maßnahmen treffen?

Grundsätzlich reichen einfache Maßnahmen im Alltag aus, um auch langfristig ein gesundes Haarwachstum sicherzustellen. Da Haarverlust mitunter durch Mangelerscheinungen ausgelöst werden kann, stellt in erster Linie eine ausgewogene Ernährung die Basis für die Gesundheit der Haare dar. Insbesondere die Nährstoffe Biotin, Zink, Eisen sowie Vitamin A, B und C sind relevant für das Haarwachstum. Während Biotin für eine kraftvolle und glänzende Mähne sorgt, stärkt Zink nachweislich die Immunabwehr. Wichtige B-Vitamine sowie auch die Vitamine A und C regen derweil wichtige Stoffwechselprozesse in den Haarfolikeln an und verbessern zudem die Verwertung des Spurenelementes Eisen. Um den täglichen Bedarf dieser Vitalstoffe zu decken, sollten vor allem mageres Fleisch, Fisch, Eier, Haferflocken, Milchprodukte, Zitrusfrüchte, Beeren, Hülsenfrüchte sowie Nüsse auf dem Teller landen.

Bei einem besonders ausgeprägten Mangel kann auch der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Die einzelnen Präparate enthalten eine hohe Dosierung der ausgewählten Nährstoffe, wie beispielsweise Zink, Biotin und Eisen. Allerdings sollte bedacht werden, dass diese Präparate häufig künstliche Zusatzstoffe enthalten, die der Körper nicht verwerten kann. Auch die Wirksamkeit dieser Nahrungsergänzungsmittel ist bisher noch umstritten.
Daher ist es ratsam, zusätzlich ein spezielles Shampoo gegen Haarausfall zu nutzen, das vorbeugend wirkt. An dieser Stelle sollten ganz klar silikonfreie Pflegeprodukte bevorzugt werden, da Silikone auf der Kopfhaut zurückbleiben und dort das natürliche Haarwachstum hemmen. Naturreines Bio Shampoo unterstützt den Haarwuchs und ist ideal für jeden Haartyp. Damit die pflegende Wirkung zusätzlich unterstützt sowie die Durchblutung der Kopfhaut angeregt wird, sollte das nährende Bio Shampoo sorgfältig einmassiert werden.
 
Kann man Haarausfall behandeln?

Zunächst muss ein krankhafter Haarausfall immer ärztlich abgeklärt werden. Anhand eines Blutbildes lassen sich Mangelerscheinungen sowie andere Ursachen zuverlässig ermitteln und die richtigen Therapiemaßnahmen ableiten. Sofern ein Mangel bestimmter Nährstoffe vorliegen sollte, erweist sich in der Regel eine Umstellung der Ernährung als besonders erfolgversprechend. Im Falle eines diffusen Haarausfalls sollte zudem der Lebensstil kritisch geprüft werden. Durch entsprechende Veränderungen lässt sich beispielsweise Stress deutlich lindern, sodass auch das Immunsystem gestärkt wird.

Handelt es sich um einen erblich bedingten Haarausfall, so kann eine Haartransplantation die Lebensqualität der Betroffenen erheblich steigern. In diesem Fall werden einzelne Gewebestücke des Hinterkopfes in die haarlosen Areale eingepflanzt. Wer eine weniger kostenintensive Variante sucht, der ist mit einem künstlichen Haarsystem sehr gut beraten. Für Frauen, die unter androgenem Haarausfall leiden, kommt derweil eine Hormontherapie sowie auch die Einnahme einer Östrogen-Gestagen-Pille mit antiandrogener Wirkung in Betracht. Sofern ein kreisrunder Haarausfall vorliegt, werden in erster Linie die Entzündungen der Haarwurzel mit einer Lichttherapie sowie Kortison gelindert. Allerdings verheilen die Entzündungen auch häufig von selbst, sodass auch der Haarausfall dementsprechend wieder zurückgeht.
Frauen, die bedingt durch eine Schwangerschaft oder Geburt, von vermehrtem Haarverlust betroffen sind, müssen sich in der Regel keine Gedanken machen. Sobald der Hormonhaushalt wieder ausgeglichen ist, wachsen die Haare wieder nach und die Geheimratsecken verschwinden.
 
Minoxidil gegen erblich bedingten Haarausfall

Wer von Haarausfall betroffen ist, der ist bei spezialisierten Hautärzten sehr gut aufgehoben. Für die Behandlung von Haarverlust werden verschiedene Mittel gegen Haarausfall eingesetzt, deren Effekt, je nach Patient, variieren kann. Zu den potentesten Mitteln gegen erblich bedingten Haarausfall gehört Minoxidil. Der Wirkstoff, der ursprünglich für Blutdruck-Medikamente eingesetzt wird, ist in dem Präparat „REGAINE für Frauen“ enthalten. Minoxidil ist nur auf Rezept erhältlich und darf bei Haarausfall ausschließlich in Form einer flüssigen Tinktur auf die betroffenen Areale appliziert werden. Durch den Wirkstoff dehnen sich die Blutgefäße aus und der Nährstofftransport wird verbessert, sodass auch die Haarfolikel wieder aktiviert werden. Demnach wird durch die Anwendung von Minoxidil langfristig das Wachstum gesunder und kraftvoller Haare angeregt.
Allerdings geht diesem verbesserten Haarwachstum zunächst ein sogenanntes Shedding voraus. Dies bedeutet, dass ältere Haare spürbar ausfallen, sodass zu Beginn der Behandlung kurzzeitig ein vermehrter Haarverlust auftritt. Dieser geht jedoch kurze Zeit später wieder zurück, da nun neue und gesunde Haare nachwachsen. Dennoch macht sich der Haarausfall wieder bemerkbar, wenn die Anwendung von Minoxidil unterbrochen wird. Daher ist es ratsam, stets mit dem behandelnden Arzt im Austausch zu bleiben. Dieser kann alle verfügbaren Therapiemöglichkeiten aufzeigen und wertvolle Tipps für die Prävention erteilen.