Gesundheit

Können Gewürze Gelenkbeschwerden lindern?

12.07.2021
Manche Gewürze können Gelenkbeschwerden lindern!  −Foto: von Karolina Grabowska von Pexels

Bei Gelenkbeschwerden werden oft starke Medikamente verschrieben. Der gezielte Einsatz von bestimmten Gewürzen kann den Arzneikonsum einschränken.

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Mit Gewürzen Gelenkschmerzen vorbeugen und lindern

Beim Aufstehen schmerzen die Gelenke und das Treppensteigen wird zur Qual. Die Knie knacksen und knirschen bei jedem Schritt. Im Zuge einer immer älter werdenden Bevölkerung treten Beschwerden am Bewegungsapparat in den Fokus. Am häufigsten betroffen sind Hüfte und Knie, aber auch Ellbogen, Finger, Zehen und Schultergelenke können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Herkömmliche Behandlungsmethoden setzen auf Schmerzmittel und Spritzen, im fortgeschrittenen Stadium wird sogar zum Skalpell gegriffen. Dabei gibt es sanftere Methoden, die vorbeugend und behandlungsbegleitend eingesetzt werden können. Eine breite Auswahl von Gewürzen wirkt entzündungshemmend und kann in vielen Fällen Leiden lindern, ohne durch heftige Nebenwirkungen Leber, Nieren und das Herz-Kreislauf-System zu belasten.

Ursachen von Gelenkschmerzen
Im Volksmund werden sie “Zipperlein” genannt. Gemeint sind Schmerzen und Einschränkungen am menschlichen Bewegungsapparat. Morgendliche Gelenksteife und -beschwerden gehen in der Regel auf Abnutzung der Gelenkkörper zurück oder entstehen durch chronische Entzündungen. Es sind vor allem zwei Krankheitsbilder, welche zu diesen Symptomen führen.

Rheumatische Arthritis
Einer von 100 Deutschen leidet an dieser Entzündungskrankheit. In der Regel tritt sie bei Frauen ab dem 50. und bei Männern ab dem 60. Lebensjahr auf. Bis heute sind die Ursachen noch nicht gänzlich geklärt. Genetische Faktoren, Viren und Bakterien können für den Ausbruch ursächlich sein.

Für den Entzündungsprozess an sich spielt das Immunsystem eine große Rolle. Dieses hat zwar die Aufgabe, den Körper vor Krankheiten zu schützen. Bei sogenannten Autoimmunkrankheiten wie der rheumatoiden Arthritis greifen die Zellen des Immunsystems aber körpereigenes Gewebe an. Die Schmerzen beginnen meist in den äußeren Extremitäten, wobei die Gelenkknorpel betroffen sind. Im fortgeschrittenen Stadium können Kochen irreversibel geschädigt werden.

Arthrose
Die Arthrose weist ähnliche Symptome auf. Ursache dabei sind aber weniger Entzündungen. In der Regel ist es der Verschleiß und die Abnutzung der Gelenke, welche die Gelenkknorpel degenerieren. Erst dann kommt es zu schmerzhaften Entzündungen, die durch den direkten Abrieb der Knochenenden bedingt werden. Die Patienten nehmen daraufhin eine Schonhaltung ein, welche die Durchblutung mindert und das Fortschreiten der Krankheit begünstigt.

Arthrose ist nicht heilbar. Der Verlauf jedoch kann verzögert werden. Neben herkömmlichen Schmerzmitteln mit ihren bekannten Nebenwirkungen treten immer öfter Naturheilmethoden in den Fokus, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Eine Maßnahme ist der regelmäßige Verzehr bestimmter Gewürze, die für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt sind.

Gewürze gegen Entzündungen
Die Grundidee des Einsatzes von Gewürzen gegen Gelenkentzündungen stammt aus der Jahrtausende alten indischen Heilslehre Ayurveda sowie den Grundlagen der chinesischen Medizin.

Kurkuma
Der Tipp, Kurkuma bei Gelenkbeschwerden einzunehmen, kommt nicht von ungefähr. Die hierzulande als Gelbwurz bekannte Wurzel enthält zahlreiche Wirkstoffe mit entzündungshemmenden Wirkungen. Das Gelenk schwillt ab und wird wieder beweglich.

Der Hauptwirkstoff Curcumin ist nicht wasserlöslich und sollte in Verbindung mit Fetten oder Ölen eingenommen werden. Deshalb empfiehlt es sich, Kurkuma regelmäßig direkt den Mahlzeiten beizugeben.

Gewürzmischung: Kreuzkümmel, Muskat, Koriander
Die drei Gewürze enthalten scharfe ätherische Öle. Diese hemmen Entzündungsvorgänge entscheidend und verbessern die Durchblutung der Gelenke, wodurch die angegriffenen Zonen besser mit Nährstoffen versorgt werden. Die empfohlene Dosierung basiert auf einer dreimaligen täglichen Einnahme, wobei jeweils eine Messerspitze mit etwas Joghurt vermischt wird.

Chili und Ingwer
In dem scharfen Gewürz ist der Wirkstoff Capsaicin enthalten, der Entzündungen und Schmerzen lindert. Wer Chili nicht verträgt, kann Capsaicin-haltige Cremes und Salben äußerlich auftragen und ca. 30 Minuten einwirken lassen.

Auch Ingwer fördert eine bessere Durchblutung der entzündeten Gelenke. Die Wurzel kann direkt in den dafür vorgesehenen Speisen verarbeitet werden oder als Ingwerpaste oder Ingweröl äußerlich zur Anwendung kommen. Zudem ist Ingwer in zahlreichen traditionellen Teemischungen enthalten.

Zimt
In hiesigen Regionen bekannt ist der Zimt. Er wirkt abschwellend auf arthritische Gelenke und hemmt Entzündungen nachhaltig. Eine praktische Darreichungsform ist gegeben, wenn der Betroffene morgens einen halben Teelöffel mit Honig sowie warmem Wasser vermischt und während des Morgenkaffees zu sich nimmt.

Fazit
Gelenkschmerzen sind eine Volkskrankheit. Oft sind Übergewicht und eine falsche Ernährungsweise ursächlich. Ausreichend Bewegung und ein ausgewogener Speisezettel tragen dazu bei, dass die Beschwerden gar nicht erst entstehen. Wer die genannten Gewürze in die Ernährung integriert, kann sein Schmerzbild verbessern und seinen Medikamentenkonsum signifikant einschränken.