Gesundheit

Hygiene im Haushalt: So haben Viren und Bakterien keine Chance

14.07.2021
−Foto: https://pixabay.com/

In den eigenen vier Wänden regelmäßig aufzuräumen und zu putzen ist für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Doch aktuell fragen sich viele, ob das wirklich ausreicht. Überall dort, wo man eng zusammenlebt, können auch Krankheitserreger leicht weitergegeben werden. Sie werden entweder von draußen mit in die Wohnung gebracht oder von den Bewohnern untereinander übertragen. Auch in rohen Lebensmitteln können sich gesundheitsschädliche Keime verstecken. Durch das gründliche Reinigen der Wohnung können glücklicherweise über 90 Prozent aller Bakterien und Viren beseitigt werden - wir erklären, wie.

Gründlich putzen
Für das Reinigen von Oberflächen und Böden sind gängige Haushaltsreiniger meist vollkommen ausreichend. Desinfektionsmittel hingegen sind in den meisten Fällen unnötig und gehören nicht in den privaten Haushalt. Klinisch reine Lebensumgebungen stehen sogar im Verdacht, Allergien zu verursachen, und verbessern daher nicht unbedingt die Lebensqualität. Achten Sie beim Putzen jedoch darauf, wirklich alle Oberflächen zu reinigen, die häufig berührt werden. Dazu gehören auch Türklinken, Lichtschalter und Kommodengriffe. Außerdem sollten verschiedene Putzlappen für Küche, Bad und Wohnbereiche verwendet werden.

Richtig waschen
Die meisten Textilien können einfach bei 30 oder 40 Grad in der Maschine gewaschen werden. Insbesondere Putzutensilien, Handtücher und Bettwäsche sollten jedoch regelmäßig bei mindestens 60 Grad heiß gewaschen werden. Auch ein Mundschutz benötigt eine Waschtemperatur von über 60 Grad. Die Maschine regelmäßig bei 60 Grad laufen zu lassen, verhindert zudem, dass sich in ihr ein Biofilm aus angesiedelten Mikroorganismen bildet.

Hygiene in der Küche
In der Küche spielt vor allem der richtige Umgang mit Lebensmitteln eine große Rolle. Zunächst ist es wichtig, sich vor dem Kochen stets gründlich die Hände zu waschen. Dazu gehören auch die Fingernägel sowie die Fingerzwischenräume. Insbesondere rohe Nahrungsmittel sollten vor der Zubereitung gut abgespült werden. Wenn Sie rohes Fleisch oder Fisch zubereiten, nutzen Sie dafür in jedem Fall separate Messer und Küchenbretter. Diese werden anschließend besonders gründlich gewaschen, am besten in der Spülmaschine. Oberflächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, sollten nach jeder Benutzung mit einem sanften Reinigungsmittel gesäubert werden. Damit verhindern Sie, dass hartnäckige Verschmutzungen sich festsetzen, die später dann weniger leicht zu entfernen sind.

Auch im Abfalleimer fühlen sich Bakterien wohl. Achten Sie daher darauf, diesen regelmäßig mit Spülmittel auszuwaschen. Geschirrspültabs leisten hier ebenfalls wertvolle Dienste. Dafür einfach einen Tab mit etwas Wasser in den Abfalleimer geben und für zehn Minuten einwirken lassen. Anschließend gründlich ausspülen.

Der Kühlschrank wird beim Putzen oft recht stiefmütterlich behandelt - doch gerade in ihm können sich durch die darin gelagerten Lebensmittel oft Keime bilden. Lagern Sie die Lebensmittel daher verschlossen und wischen Sie die Stellen sofort sauber, an denen etwas ausgelaufen ist. Dies gilt im Übrigen für sämtliche Lebensmittel. Auch Kaffee, Nudeln oder Mehl werden besser luftdicht verpackt. Zusätzlich sollte der gesamte Kühlschrank alle vier Wochen mit Essigreiniger geputzt werden. Andernfalls befinden sich dort irgendwann mehr Keime als in der Toilette - eine wenig appetitliche Vorstellung.