Freizeit

Fleischsaftgarung: zeitgemäße Ernährung von Hunden

18.05.2021
−Foto: Bildquelle: www.pixabay.com © Original_Frank (CC0 1.0)

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Für viele Hundebesitzer ist die Ernährung ihres vierbeinigen Begleiters ein wichtiges Thema. Die Ernährung soll gesund und artgerecht sein. Die Möglichkeiten gehen von selbst kochen über Rohfütterung, Nassfutter bis hin zu einer riesigen Auswahl an Trockenfutter, die es in den verschiedensten Preisklassen zu kaufen gibt. Woran lässt sich gute Trockennahrung erkennen? Ist das teure Hundefutter auch das Beste? Welche Kriterien können bei der Auswahl eines hochwertigen Hundefutters helfen?

Rohes Fleisch, Nassfutter oder Trockenfutter – eine schwierige Frage

Bei dem, was der Hund bekommt, ist es nicht wichtig, ob es roh oder gegart ist, oder welche Konsistenz es hat. Es kommt vor allem auf die Inhaltsstoffe und auf die Vorlieben des Vierbeiners an. Manche Hunde mögen rohes Fleisch gerne essen, andere rümpfen die Nase und gehen gar nicht erst an den Futternapf. Sehr praktisch ist die Fütterung mit Trockenfutter. Die Portionierung ist einfach und es hält sich lange. Für einen Urlaub lässt sich die notwendige Menge einfach einpacken. Bei den verschiedenen Trockenfutter-Arten, die im Handel angeboten werden, gibt es sehr große Unterschiede. Damit der Hund eine gesunde und artgerechte Ernährung bekommt, sind die Inhaltsstoffe und das Herstellungsverfahren sehr wichtig.

Schonend hergestellte Trockennahrung aus Fleischsaftgarung

Bei der Herstellung von Trockennahrung gibt es unterschiedliche Herstellungsverfahren. Am bekanntesten sind Fleischsaftgarung und Extrusionsverfahren. Am besten geeignet, um die wichtigen Nähr- und Inhaltsstoffe zu bewahren, ist die Fleischsaftgarung. Denn anders als bei der Extrusion verwenden die Hersteller hier sehr viel frisches Fleisch. Auf der Verpackung sind die guten Inhaltsstoffe in der Deklaration zu finden. Laut EU-Verordnung müssen die Hersteller genau angeben, was in der Packung drin ist.

Für das Extrusionsverfahren verwenden die Hersteller Tiermehle, Schlachtabfälle und Getreide, da frisches Fleisch für dieses Herstellungsverfahren ungeeignet ist. Das Futter wird dabei bei hohen Temperaturen verarbeitet, zu einer Masse verkocht, geformt und heiß getrocknet. Dabei gehen viele Nährstoffe und auch der Geschmack verloren. Damit die Hunde es dennoch fressen, enthalten diese Futter meist nachträglich hinzugefügte Aromastoffe, wie nach der Trocknung aufgesprühtes Fett.

Im Gegensatz dazu bleiben bei der Fleischsaftgarung die Nährstoffe erhalten. Darüber hinaus hat die Nahrung einen intensiven Geschmack und wird von den meisten Hunden, die Trockennahrung bekommen, direkt akzeptiert. Das Zubereitungsverfahren der Fleischsaftgarung ist ganz anders als das Extrusionsverfahren. Frisches Fleisch gart bei niedrigen Temperaturen im eigenen Saft. Durch das aus der menschlichen Küche bekannte Reduzieren konzentriert sich der Geschmack, die Nährstoffe bleiben erhalten. Bei Nahrung aus Fleischsaftgarung ist es nicht notwendig, Zusatzstoffe für Geschmack und Nährstoffgehalt hinzuzufügen. Zudem entstehen dabei weiche, lecker und gut kaubare Kroketten.

Was ist drin?

Hunde brauchen in erster Linie frisches Fleisch. Darauf ist auch ihr Verdauungssystem ausgelegt. Im Frischfleisch sind viele wichtige Nährstoffe für die Vierbeiner enthalten.

Hunde brauchen:

  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren für ihre Gesundheit
  • Fette, die ihnen als Energielieferanten dienen
  • Vitamine als lebenswichtige Stoffe, die sie nur über die Nahrung zu sich nehmen können, weil der Körper sie nicht selbst herstellen kann
  • Mineralstoffe und Spurenelemente für Organe und Gewebe

Was nicht hineingehört:

  • Schlachtabfälle sind von geringer Qualität und liefern den Hunden kaum Nährstoffe
  • Tiermehl enthält zwar noch etwas Nährstoffe, doch das wertvolle Fett und auch der nährstoffreiche Saft wurden entzogen. Eigentlich taugt Tiermehl nur als Füllmittel, aber nicht für ein hochwertiges Hundefutter
  • Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse können Hunde nur schwer verdauen.

Welche Nährstoffe braucht der Hund wirklich?

Für ein gesundes Hundeleben brauchen die vierbeinigen Freunde verschiedene Nährstoffe. Dabei sind neben Wasser auch Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralien, Vitamine und Spurenelemente wichtig. Diese Nährstoffe haben wichtige Aufgaben und unterstützen lebenswichtige Körperfunktionen. Damit das auch funktioniert, ist nicht nur die richtige Dosierung der einzelnen Nährstoffe wichtig, sondern auch das richtige Verhältnis zueinander im Futter. Das hilft eine Unter- und auch eine Überversorgung zu vermeiden. Beides kann schädlich sein.

Welche genaue Nährstoffzusammensetzung der Hund braucht, lässt sich pauschal nicht sagen, denn es ist abhängig von individuellen Faktoren. Die Empfehlungen, die auch auf vielen Internetseiten zu finden sind, richten sich fast ausschließlich nach dem Gewicht des Hundes. Doch wie viele Nährstoffe der Vierbeiner wirklich braucht, hängt auch vom Alter, dem Geschlecht, der Größe, dem Gesundheitszustand und dem Aktivitätsgrad ab. Deshalb ist es gar nicht möglich, pauschal konkrete Angaben für den einzelnen Hund zu machen. Hundehalter, die Zweifel bei der Futterwahl und der Nährstoffzusammensetzung des Hundefutters haben, sollten ihren Tierarzt oder einen Hundeernährungsberater fragen.

Fazit

Bei der Auswahl des Hundefutters kommt es vor allem auf zwei Dinge an: Es sollten keine minderwertigen Zutaten enthalten sein und bei der Herstellung sollten die wertvollen Nährstoffe erhalten bleiben. Hunde lassen sich bequem und gleichzeitig gesund, ausgewogen und schmackhaft mit einem hochwertigen Trockenfutter ernähren. Eine nährstoffreiche Trockennahrung aus Fleischsaftgarung erfüllt diese Bedingungen. Damit können Hundehalter ihre Lieblinge gesund füttern, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil sie ja „nur“ Trockenfutter geben.