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Akku-Geräte im Haushalt: Leistung, Durchhaltevermögen und Funktionen

28.04.2021 | Stand 06.05.2021, 11:00 Uhr

Quelle Titelbild: Jens Mahnke / pexels.com

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Kabellose Haushaltsgeräte sind geschätzte Helfer des Alltags. Während Akku-Staubsauger die regelmäßige Reinigung und akkubetriebene Bügeleisen die Textilpflege erleichtern, versprechen Akkuschrauber und Rasenroboter maximalen Komfort bei Heimwerker- und Gartenarbeit, um nur eine kleine Auswahl an Akkugeräten zu nennen. Inwieweit die flexiblen Alternativen mit ihren kabelgebundenen Kollegen mithalten können und wo Verbraucher mit Abstrichen rechnen müssen. Ein Einblick in den modernen Haushalt.

Akkubetriebene Staubsauger

Die Nachfrage nach Staubsaugern mit Akku ist enorm. Kein Wunder – bieten die kabellosen Reinigungsgeräte ein Maximum an Flexibilität und Komfort. Was in der Werbung verlockend klingt, entpuppt sich im Alltag allerdings schnell als Widerspruch. Der Grund: Das Staubsaugen ohne Kabel ist zwar besonders bequem, hält der Akku jedoch nur wenige Minuten, relativiert sich der Vorteil schnell. Teilweise halten die Akkusauger bei voller Saugkraft weniger als zehn Minuten, was für eine großzügige Wohnlandschaft nicht ansatzweise ausreicht.

Beim Kauf ist deshalb ein kritischer Blick auf die Akku-Laufzeit entscheidet, um von einem tatsächlichen Mehrwert zu profitieren. Als Empfehlung gilt grundsätzlich der Lithium-Ionen-Akkumulator (Li-Ion Akku), weil er im Vergleich zu Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren (NiMH Akkus) in der Regel mehr Ladezyklen erlaubt, eine deutlich geringere Selbstentladung aufweist und schneller wieder aufgeladen ist (Quelle: https://www.vergleich.org/akku-staubsauger/). Li-Ion Akkus für Staubsauger sollten darüber hinaus mindestens 18 Volt aufweisen. Je mehr Spannung sie mit sich bringen, desto höher die Saugkraft. Mit hochwertigen Staubsaugern lässt sich inzwischen eine halbe Stunde durchgehend staubsaugen.

Tipp: Eine beliebte Kombination besteht aus einem akkubetriebenen Stielstaubsauger mit unterschiedlichen Aufsätzen und einem Saugroboter. Während die Roboter die Grundreinigung der Böden automatisiert erledigen, lassen sich mit den langstieligen Sauggeräten sowohl Stellen auf dem Fußboden reinigen, welche die Roboter nicht erreichen, als auch Polster und Möbel von Schmutz befreien. Entscheidend sind hierfür individuelle Saugaufsätze wie Fugen-, Polster- und Möbeldüsen.

Bügeleisen mit Akku

Auch beim Bügeln wird das Kabel als störend empfunden. Kabellose Bügelleisen machen die Hausarbeit intuitiver und beugen gleichzeitig der Gefahr vor, dass das Kabel mit dem heißen Eisen in Berührung kommt und beschädigt wird. Der Energiebedarf liegt beim Großteil der Geräte zwischen 2.000 und 2.600 Watt . Einige kabelgebundenen Modelle benötigen mehr Strom.

Die Akkukapazität einiger Dampfbügelleisten reicht zwar für weniger als 30 Sekunden Bügeln, da die Ladestation den Energiespeicher jedoch in wenigen Sekunden wieder startklar macht, ändert sich bei der Bügelroutine nichts ins Negative. Dank farblicher Hinweise durch LED-Anzeigen ist sofort erkennbar, wenn die Geräte aufgeladen sind. Praktische Funktionen sind die Selbstreinigung, vertikales Dampfen, Anti-Tropf-Ausrüstung und der Thermoblock, wodurch die erzeugte Hitze möglichst lang gespeichert wird. Da die Preise und Leistungen bei Geräten mit und ohne Kabel ähnlich ausfallen, kabellose Alternativen jedoch mehr Sicherheit bieten, ist die Anschaffung durchaus eine Überlegung wert.

Tipp: Wird ein neues Akku-Bügeleisen zu einem älteren Bügelbrett ergänzt, braucht es meistens eine separate Abstellmöglichkeit für die Ladestation. Abhängig von der Entfernung zur nächsten Steckdose kann die Kabellänge der Ladestation ein entscheidendes Kriterium sein.

Akkuschrauber, Rasenroboter und Co.

Weil Werkzeuge und Gartengeräte meist außerhalb der Wohnung aufbewahrt und teilweise nur unregelmäßig genutzt werden, müssen Verbraucher einige Besonderheiten beachten. Bei unsachgemäßer Lagerung und Verwendung drohen ansonsten Defekte und eine verkürzte Lebensdauer der Akkus. Zum einen sollten Akkus stets kühl, frostfrei, trocken und abseits direkter Sonneneinstrahlung gelagert werden. Zum anderen sollten Akku-Werkzeuge und -Gartengerätschaften nicht bei extremen Temperaturen zum Einsatz kommen wie beispielsweise Frost. Um die 20 Grad Celsius sind ideal. Bei seltenem Gebrauch sind Akkus zweimal jährlich zu laden.

Bei Akkuschraubern sollten ambitionierte Heimwerker sowohl die Herstellerangaben zu Amperestunden (Ah) als auch Volt und Newtonmeter (Nm) prüfen:

•Je mehr Ah, desto länger hält der Akkuschrauber am Stück durch. Für kürzere Arbeitseinsätze genügen 1,5 bis 2 Amperestunden .
•Je höher die Spannung (Volt) der Akkus, desto eher kommen Akkuschrauber mit härteren Arbeiten zurecht. Allrounder für den Heimgebrauch verfügen zwischen 9,6 und 14,4 Volt .
•Je mehr Drehmoment (meist als Nm angegeben), desto leichtgängiger drehen Akkuschrauber Schrauben in das gewünschte Material.

Akkuschrauber mit höheren Anschaffungskosten lohnen sich für viele Heimwerker, weil sie sich einfacher handhaben lassen und besser ausgestattet sind. An typischen Extras wie LED-Beleuchtung, ergonomischen Griffen oder Akkuladeanzeigen mangelt es bei vielen Billigprodukten. (Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Akkuschrauber-Kaufberatung-und-Tipps).

Mähroboter – nicht ungefährlich!

Nie wieder selbstständig Mähen – diese Vorstellung verwandelt die Anschaffung eines Rasenroboters für viele Besitzer großer Gärten in eine lohnenswerte Entscheidung. Damit das in der Realität tatsächlich zutrifft, muss beim Kauf allerdings auf einige Faktoren geachtet werden. Leistungsstarke Li-Ion Akkus sind ein Muss und die maximale Fläche, die ein Roboter mit einer Akku-Ladung schafft, sollte dem Bedarf entsprechen. Hinzu kommt, dass viele Geräte nicht für verwinkelte Gärten oder gar Flächen mit starker Steigung geeignet sind. Hinsichtlich des Umfangs der Angebote sind Abdeckungen zum Schutz vor der Witterung und Zubehör zum Begrenzen ratsam. Damit lassen sich Hindernisse umgehen und Tabuzonen festlegen wie für Blumenwiesen, Spielplätze oder Liegeflächen der Haustiere.

Dass die Arbeitserleichterung der Mähroboter von jeglichen Aufgaben befreit, ist allerdings ein Trugschluss. Häufig sind Rasenkanten wie üblich manuell zu schneiden und auch die Pflege der Rasenmähroboter ist nicht zu unterschätzen. Die Geräte müssen regelmäßig geleert, gereinigt und gewartet werden, damit sie ihre Aufgabe zuverlässig erfüllen.

ACHTUNG Verletzungsgefahr: Mähroboter sind nicht nur mit Komfort, sondern auch mit Risiken verbunden. Das thematisiert der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. ausführlich. Neben Kindern und Haustieren besteht für Igel, Insekten und andere heimische Tiere akute Verletzungsgefahr. (Quelle: https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/was-gar-nicht-geht/rasenroboter/).

Einer für alle: System-Akkus bei Markenherstellern

Dass Akkus markenunabhängig in unterschiedlichen Geräten zum Einsatz kommen können, bleibt bislang Wunschdenken. Verbraucher, die eine Markenbindung nicht scheuen, finden zumindest praktische Systemakkus von Marken wie Metabo, Einhell, Worx und Bosch, die in teilweise über 150 Geräte passen. Unter anderem lassen sich damit zum Beispiel die gleichen Akkus in Staubsaugern, Akkuschraubern und Bohrmaschinen verwenden, ohne Sammelsurium an Ladekabeln beziehungsweise Ladegeräten.

Generell gilt für sämtliche Akkus: Nie zusammen mit brennbaren Dingen sowie abseits potenzieller Vibrationen aufbewahren!

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