Wetterdienst gibt Entwarnung

Nach Starkregen in der Region: Lage entspannt sich in der Nacht

06.06.2021 | Stand 06.06.2021, 10:09 Uhr

−Symbolbild: dpa

Gewitter und Starkregen sind am Samstagnachmittag über Deutschland gezogen und haben einzelne Regionen in Südostbayern hart getroffen. In der Nacht hat sich die Lage laut Polizei entspannt.

Rund 20 wetterbedingte Einsätze in Niederbayern

Aufgrund von Starkregen und Gewitter ist es am Samstag in Teilen Niederbayerns zu Autounfällen, überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern gekommen. Nach Angaben der Polizei wurde der Großteil der rund 20 Einsätze im Bereich Kelheim und Landshut verzeichnet.



Im Bad Abbacher Ortsteil Peising (Landkreis Kelheim) wurden bereits am Nachmittag durch ein punktuelles Gewitter Straßen und Keller überflutet. Das Wasser strömte über die Felder in die kleine Ortschaft. Menschen wurden nicht verletzt.

In Oberwolkersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Loiching (Landkreis Dingolfing-Landau), fing ein Strommast Feuer, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen war. Verletzt wurde dabei niemand.

Mehrere Fahrzeuge gerieten auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern, einige kamen von der Straße ab oder fuhren gegen Leitplanken. Mindestens eine Person wurde dabei leicht verletzt, wie die Polizei am späten Samstagabend mitteilte.

Lage im südlichen Oberbayern in der Nacht ruhig für die Polizei

Nachdem es in Oberbayern laut Polizei zunächst lange Zeit ruhig schien, nahm die Unwetterlage im Landkreis Altötting in den frühen Abendstunden Fahrt auf. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus, um Keller auszupumpen und überflutete Straßen zu sperren.

Besonders schlimm traf es den Bereich rund um Perach: Dort wurden Teile des Siedlungsgebietes überflutet, Einsatzkräfte aus mehreren umliegenden Orten waren im Einsatz. Auch der Weitbach ist dort über die Ufer getreten. Unweit des Neuöttinger Hallenbads stand außerdem eine Unterführung unter Wasser. Ebenfalls von Überschwemmungen betroffen waren die Gemeinden Mehring und Kastl.

Abseits des Landkreises Altötting blieb es im südlichen Oberbayern relativ ruhig, wie eine Polizeisprecherin am Abend auf Nachfrage der PNP berichtet.

In der Nacht gab es zum Teil noch vollgelaufene Keller im südlichen Oberbayern und wegen Baumteilen auf der Straße kam es zu ein paar Verkehrsbehinderungen, informiert ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Einsatzmäßig sei für die Polizei in der Nacht wenig passiert.

Oberpfalz: Noch in der Nacht überschwemmte Straßen

In der Oberpfalz gab es am Nachmittag eine Reihe von Einsätzen: Bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg wurden bis zum frühen Abend rund 20 unwetterbedingte Einsätze registriert. Betroffen war in der Oberpfalz vor allem der Landkreis Neumarkt. Im Velburger Ortsteil Kirchenwinn ging am Samstag ebenfalls ein heftiger Regenschauer nieder, der nahezu den gesamten Ort unter Wasser setzte. Zumeist mussten die Einsatzkräfte wegen vollgelaufener Keller und überfluteten Straßen ausrücken.

Der starke Regen wirkte sich auch auf den Straßenverkehr aus. Bei drei Unfällen auf der A93 sind die Fahrzeuge wegen Aquaplanings ins Schleudern geraten und in die Leitplanken geprallt. Ein Mensch wurde leicht verletzt, teilte die Polizei mit.

In der Nacht auf Sonntag hat die Einsatzzentrale noch etwa zehn weitere Einsätze verzeichnet. Meist waren es überschwemmte Straßenabschnitte, teilt ein Polizeisprecher am Morgen mit.

Wetterdienst gibt Entwarnung

Mittlerweile hat sich die Wetterlage entspannt. Um 0.30 Uhr hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die amtliche Unwetterwarnung für die Landkreise Freyung-Grafenau, Passau, Straubing-Bogen, Regensburg und Kelheim wieder aufgehoben. Am Sonntagmorgen zeigt der DWD auf seiner Internetseite keine Wetterwarnungen mehr für den Raum Südostbayern an.

− bli/cav/ckl/tka/dpa