Mobilität

Motorradsaison 2021 – so gelingt der perfekte Start!

30.03.2021 | Stand 30.03.2021, 17:06 Uhr

Foto: 123rf.com

Die Sonne scheint und die Straßen sind trocken: Der alljährliche Beginn der Motorradsaison steht an. Klar, dass passionierte Motorradfahrer und Motorradfahrerinnen mit ihrem „Bock“ die ersten Touren starten wollen. Aber Vorsicht: Es ist nicht ratsam, einfach den Helm aufsetzen und loszufahren.

Von ACE Südbayern/Pressemitteilung

Regensburg. Nach der langen Winterpause braucht die Maschine Pflege und Fahrerinnen und Fahrer Eingewöhnungszeit. Denn die Devise muss sein: Sicher unterwegs und gut ankommen. Schließlich sollte sich niemand durch einen überstürzten Wiedereinstieg gefährden, rät Falk Hoffmann, Regionalbeauftragter Südbayern des ACE Auto Club Europa.

„Zuallererst gilt es, Bremsen, Elektronik, Beleuchtung, Lenkung und Reifen auf ihre Funktion zu überprüfen. Vor allem, wenn die Maschine im Winter draußen gestanden hat“, rät Hoffmann. „Achten Sie bei den Bremsen vor allem auf Beschädigungen oder Altersschwäche der Bremsleitungen. Auch den Füllstand der Bremsflüssigkeit sollten Sie checken. Bremsbeläge und -scheiben, beide müssen ausreichend Stärke aufweisen. Kontrollieren Sie den Luftdruck der Reifen gemäß den Angaben in der Betriebsanleitung Ihres Motorrads. Wie beim Auto gilt: Achten Sie auf ausreichend Profiltiefe. Sie beträgt bei Motorrädern 1,6 Millimetern. Wir empfehlen besser zwei Millimeter und mehr,“ so Falk Hoffmann. Auf ein weiteres Sicherheitskriterium beim Thema Reifen weist der Regionalbeauftragte vom ACE hin: „Vor allem morgens, wenn die Temperaturen noch recht niedrig sind, sollten Motorradfahrende die Reifen erst einmal behutsam warm und griffig zu fahren. So minimieren Sie die Sturzgefahr.“

Der ACE empfiehlt, die Maschine vor der Überprüfung aller Teile von Hand zu waschen. So fallen Schäden und undichte Stellen auf. Doch nicht mit einem Hochdruckreiniger: Denn die Gefahr, dass der starke Wasserdruck Lager, Kabel, Schalter und Steuergeräte angreift und diese Schaden nehmen, ist groß. Auch die Überprüfung der Kette gehört nach längerer Standzeit vor der ersten Ausfahrt zum Standardprogramm. Hängt die Kette durch, muss sie ersetzt werden. Eine Überprüfung gelingt am besten zu zweit: Eine Person sitzt auf dem Motorrad. Die andere checkt die Kettenglieder. Sie müssen stramm auf dem Kettenrad aufliegen. Ist das nicht der Fall, hilft nur noch der Austausch.

„Achten Sie auf Geräusche, wenn Sie die verschiedenen Lager einer Überprüfung unterziehen. Knacken oder Spiel weisen häufig auf eine gebrochene Kugel im Lager hin. Lassen Sie das Motorrad in diesem Fall unbedingt von einer Fachwerkstatt reparieren. Alle sicherheitsrelevanten Schrauben an Bremsen, Lenker und Achsen sowie der Lenkerarmaturen sollten auf festen Sitz überprüft und gegebenenfalls nachgezogen werden“, erklärt Hoffmann weiter. Auch ist es ratsam, wenn Motorradfahrende die Gängigkeit der Bowdenzüge von Kupplung und Bremse unter die Lupe nehmen. Sie können nach längerer Standzeit fest werden. Um die Leichtgängigkeit wiederherzustellen, reicht oft etwas Schmierflüssigkeit an Hebeln und Zügen.

Ebenso wichtig wie der technisch einwandfreie Zustand der Maschine ist die Verfassung von Fahrerin oder Fahrer, weiß Falk Hoffmann: „Denken Sie dran: Auch Autofahrer müssen sich erst wieder daran gewöhnen, dass Motorradfahrer ab jetzt wieder unterwegs sind. Starten sie entspannt und fahren Sie umsichtig. Dann gelingt bei hoffentlich bestem Wetter der perfekte Start in die Motorradsaison 2021.“