Mainkofen/Straubing

Migration und Maßregelvollzug: Studie am Bezirksklinikum

15.09.2021 | Stand 15.09.2021, 6:43 Uhr

−Foto: Hannes Lehner

Von Melanie Bäumel-Schachtner

Sofern auch die Ethikkommission der Universität Regensburg zustimmt, wird es am Bezirksklinikum Mainkofen (Landkreis Deggendorf) eine Studie geben, in der der Migrationshintergrund im Maßregelvollzug untersucht wird.

Durchgeführt wird sie von einer Angestellten der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Mainkofen. Die Klinikleitung befürwortet diese Untersuchung. Auch die Bezirksräte gaben hierfür bei ihrer Sitzung gestern in Straubing grünes Licht. Mit der Studie soll zeitnah begonnen werden, 2025 findet sie ihren Abschluss. Der Beschluss fiel einstimmig aus.

Ziel: Verbesserung der Therapie

In der Studie soll der Behandlungserfolg von Patienten in Abhängigkeit von Sprachfertigkeiten, Herkunft, anderen soziodemographischen Daten und psychologischen Variablen forensischer Patienten mit Migrationshintergrund gemessen und überprüft werden. Hierbei wird die Vorgeschichte in Hinblick auf soziale und berufliche Situation, der Gesundheitszustand, die Straffälligkeit und der Umgang mit Suchtmitteln in den Blick genommen. Ziel ist, wie die Bezirksräte erfuhren, aus einer solchen Untersuchung Rückschlüsse auf Behandlungsvoraussetzungen und Behandlungsangebot ziehen zu können und somit eine stetige Verbesserung der Therapie zu erzielen. Der Datenschutz ist gewährleistet, die Daten werden anonymisiert und die Patienten müssen vorher schriftlich der Teilnahme zustimmen.

Bis 2030 will der Bezirk klimaneutral werden. Die Verwaltung soll hier einen Aktionsplan erstellen. Die Klimaschutz-Managerin des Bezirks Andrea Müller erklärte den Bezirksräten einige Schritte, wie das Ziel erreicht werden soll. Bausteine sind unter anderem die energetische Sanierung des Wohnheims an der Ökolandbauschule am Agrarbildungszentrum in Landshut und die Umstellung der Heizung auf Pellets im fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb in Lindbergmühle.