Regionale Politiker fordern Entscheidung

Hochwasser-Studie zeigt: Umstrittene Flutpolder an der Donau wirken

CSU und FW haben drei Rückhaltebecken auf Eis gelegt - Kritik aus Niederbayern

11.06.2021 | Stand 11.06.2021, 9:31 Uhr

Die Passauer Fußgängerzone war Anfang Juni 2013 komplett überschwemmt, nachdem die Pegel von Donau und Inn binnen kürzester Zeit massiv gestiegen waren. −Foto: Archiv Jäger

Von Alexander Kain

Eine Studie der Bundesanstalt für Gewässerkunde zeigt, dass Flutpolder entlang der Donau für den Hochwasserschutz eine hohe Wirksamkeit hätten. Politiker aus der Region fordern nun, dass endlich gehandelt wird.



Dass der Hochwasserschutz entlang der Donau vielerorts ungenügend ist, hatte sich schon vor langem angedeutet. Zum Katastrophenfall kam es schließlich mit dem Junihochwasser 2013 – das in Bayern einen Schaden von rund 1,3 Milliarden Euro anrichtete. In der Folge planten Bund und Land eine massive Verbesserung des Donau-Hochwasserschutzes. 2018 entschied sich die neue Koalition aus CSU und Freien Wählern allerdings für einen Kurswechsel: Das Flutpolderkonzept werde ohne die Standorte Bertoldsheim und Eltheim/Wörthhof weiterverfolgt, hieß es.



Gerade in Niederbayern entfachte das erhebliche Kritik. Die Studie bestätigte erneut, „dass die Flutpolder ein unverzichtbarer Bestandteil des nationalen Hochwasserschutzprogramms und damit entscheidend für einen umfassenden Hochwasserschutz für Niederbayern“ seien, sagt der Passauer SPD-Landtagsabgeordnete Christian Flisek und hält deshalb eine Sachentscheidung für überfällig. „Die Zeit drängt“, sagt auch der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter.


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