Zahlreiche Einsätze

Unwetter fegt über Landshut - Blitz löst wohl Dachstuhlbrand aus

09.06.2021 | Stand 09.06.2021, 19:13 Uhr

Ein Blitz hat wohl den Dachstuhlbrand in der Hagrainer Straße ausgelöst, vermutet die Feuerwehr. −Foto: Feuerwehr Landshut

Der Deutsche Wetterdienst hatte davor gewarnt und so kam es auch: Ein Unwetter ist am Mittwochnachmittag über die Region gefegt. In Landshut hat ein Blitzschlag womöglich einen Brand ausgelöst.

Mit heftigem Starkregen, Hagel und Blitzen hatte das Unwetter am Mittwochnachmittag vor allem die Bereiche Achdorf und Hagrainer Tal massiv betroffen, berichtet die Feuerwehr. „Gerade bei den Bildern aus dem gut 70 Zentimeter hoch überfluteten Rosental, wo mehrere Pkw bis fast zur Bachstraße geschwemmt wurden, kann man von Glück sprechen, dass bisher keine Personenschäden bekannt geworden sind“, heißt es in einer Pressemitteilung.



Feuerwehr verhindert größeren Schaden bei Dachstuhlbrand

Gegen 16.30 Uhr war Polizeiangaben zufolge am Dachstuhl eines Hauses in der Hagrainer Straße ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei war zum Brandzeitpunkt niemand im Haus, sodass niemand verletzt wurde. Die Feuerwehr vermutet, dass der Brand durch einen Blitzschlag verursacht worden sei. Durch die ohnehin mit mehreren Kräften bereits im Einsatz oder in den Wachen auf Bereitschaft stehenden Feuerwehrkräfte, waren die Kameraden schnell am Einsatzort und konnten eigenen Angaben zufolge ein noch größeres Feuer verhindern.

Ein Teil des Dachstuhls brannte jedoch trotzdem aus. Die Nachlösch- und Belüftungsarbeiten zogen sich dann noch eine Weile hin. Hierzu mussten Teile des Dachs ausgedeckt werden, so die Feuerwehr. Die Polizei schätzte den Schaden auf einen höheren fünfstelligen Eurobetrag.

Von den Regenmassen hauptsächlich betroffen war laut der Landshuter Feuerwehr das Rosental zwischen der Falkenstraße und der Mündung in die Bachstraße. Aus dem hinteren Rosental, das den gesamten Bereich vom Birkenberg über den Buchberg bis fast Mittergolding und Aign entwässert, „schossen phasenweise wahre Sturzfluten heraus“, heißt es im Feuerwehrbericht.

Wassermassen und Schlamm drang in Häuser

Der Höchststand der Wassermassen habe bei gut 70 Zentimeter über der Teerstraße gelegen. Dementsprechend seien die Anwesen links und rechts des Rosentals teils massiv von eindringendem Wasser und Schlamm betroffen. Aber auch im Bereich der Bachstraße und der Äußeren Münchner Straße sowie im Bereich Landshut West seien einige Anwesen beziehungsweise Firmen von eindringendem Wasser betroffen gewesen. „Der Sachschaden in den betroffenen Gebäuden dürfte zum Teil erheblich sein“, schätzt die Feuerwehr.

Im Einsatz oder auf Bereitschaft stehen fast alle Löschzüge der Landshuter Feuerwehr sowie auch die Fachgruppen Katastrophenschutzzug und die Kreiseinsatzzentrale. Eine endgültige Bilanz an Einsatzstellen war am frühen Abend noch nicht möglich. „Die Abarbeitung gerade der Einsatzstellen im Bereich Achdorf läuft und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, berichtet die Feuerwehr gegen 18.30 Uhr.

− cav