Regensburg/Dingolfing

Fertigung auch in Regensburg: BMW erweitert E-Produktion

Komponentenfertigung wird auf zwei weitere Werke ausgedehnt

01.05.2021 | Stand 01.05.2021, 15:05 Uhr

Kompetenz beim E-Antrieb: Produktionsschritte aus Dingolfing – hier die Batteriezell-Lackierung – werden auf die Werke Regensburg und Leipzig ausgedehnt. −Foto: BMW Group

Die Produktion von Komponenten für die E-Mobilität von BMW wird erweitert. Produziert wird künftig unter anderem auch in der Oberpfalz.



Das Kompetenzzentrum E-Antriebe befindet sich zwar in Niederbayern. Doch laut einer Mitteilung ist der Bedarf groß, dass BMW nun über 250 Millionen Euro in den Werken Regensburg und Leipzig investiert, um auch dort weitere Teile zu produzieren. Am kommenden Montag startet in Leipzig die Serienproduktion von Batteriemodulen. In Regensburg werden neuerdings Batteriezellen für Hochvoltbatterien lackiert. Diese werden dort ab 2022 auch produziert.







„Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2030 mindestens 50 Prozent der Fahrzeuge, die wir weltweit an unsere Kunden ausliefern, vollelektrisch sein werden“, sagt Michael Nikolaides, Leiter Planung und Produktion Motoren und E-Antriebe. Entsprechend werde das Produktionsnetzwerk für elektrische Antriebe ausgebaut. In Summe investiere BMW an seinen Standorten Dingolfing, Leipzig, Regensburg und Steyr von 2020 bis 2022 rund 790 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten der E-Antriebskomponenten.



Die Serienproduktion des vollelektrischen iX startet im Juli in Dingolfing. Insgesamt will das Unternehmen in den nächsten rund zehn Jahren etwa zehn Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße bringen, wurde auch am Freitag betont. In Regensburg laufen mit den Plug-in-Hybridvarianten des X1 und des X2 bereits zwei elektrifizierte Modelle vom Band. Die Produktion des vollelektrischen BMW X1 soll dem Unternehmen zufolge 2022 dort beginnen.



Ab 2022 auch Hochvoltbatterien aus Regensburg



Auf einer Produktions- und Logistikfläche von mehr als 40.000 Quadratmetern wurde im April die erste von vier Lackieranlagen für Batteriezellen der fünften Generation im oberpfälzischen Werk eröffnet. Die weiteren drei Anlagen starten bis Ende des Jahres. Dies sei auch „ein wichtiger Meilenstein unserer Transformation“, so Werkleiter Frank Bachmann. Batteriezellen werden bisher neben dem Werk in Shenyang (China) nur in Dingolfing lackiert. Die Zelllackierung erhöht die mechanische Robustheit und Wärmeleitfähigkeit der Batteriezelle, erklärt das Unternehmen. Ab 2022 wird das Werk in Regensburg aus Batteriemodulen auch Hochvoltbatterien produzieren.



E-Motoren werden weiterhin nur im Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion in Dingolfing und in Landshut hergestellt. Im Werk im österreichischen Steyr wird das Gehäuse für den hochintegrierten E-Antrieb der fünften Generation produziert.

− pnp